Heise 15.12.2025
12:00 Uhr

heise+ | Kleine Batterie, großer Preis: VW e-Transporter im Test


Für die neuen Vans kooperiert Volkswagen mit Ford. Der e-Transporter wurde so zwar ein solides kleines NFZ, aber VW-Fans erhofften sich wahrscheinlich mehr.

heise+ | Kleine Batterie, großer Preis: VW e-Transporter im Test

VW elektrischer Bulli-Erbe ID.Buzz und der aktuelle Multivan haben beide ihre Freunde gefunden. Wer vorher einen VW T6 besaß, hat diese Modelle aber wahrscheinlich schlicht ausgesessen, weil sie innen wesentlich kleiner sind. Handwerker, Camper, Fahrradfamilien, sie alle warteten auf mehr Platz. Jetzt gibt es von VW wieder die volle Van-Packung. Allerdings entsteht das Fahrzeug in Kooperation mit Ford in einem Ford-Werk in der Türkei statt im VW-Nutzfahrzeuge-Werk in Hannover. Auch die Software kommt von Ford. Volkswagen kaschiert das zwar mit einem einfachen Skin, allerdings funktioniert die Bedienung anders als sonst im Haus.

Die Fahrzeuge mit Elektroantrieb kommen mit einer 64 kWh netto großen Batterie. Das wirkt für einen Van ein bisschen aus der Zeit gefallen. Damit waren im winterlichen Test unter 200 km Reichweite drin von 100 bis Null Prozent (was niemand so fährt) oder (realistischer) rund 140 km von 10 bis 80 Prozent, wie sie für eine Ladeetappe üblich sind. Trotz der überschaubaren Batterie und brauchbarer, aber nicht brutaler Leistung kostet der E-Antrieb fünfstellig über den Basisdieseln.

Wir betrachten den neuen Vordswagen mit offenem Geist im Hinblick auf Bedienung, Einsatz-Szenarien und der Frage, wie sich Volkswagen vom Transit absetzt. Dabei kommen außer den Kritikpunkten auch die Stärken des Fahrzeugs zur Sprache, zum Beispiel die praktische 230-V-Stromversorgung für elektrische Geräte auf der Baustelle und der vor allem mit Beladung traktionsgünstige Heckantrieb (Verbrenner: Frontantrieb).